AEDL - Strukturmodell nach Monika Krohwinkel 
   
 

Das AEDL-Strukturmodell hat sich als praktikables Instrument in der Forschung erwiesen, ist aber auch in der direkten Pflege und Pflegedokumentation nicht mehr wegzudenken. Mit Hilfe der AEDL-Bereiche und ihrer Spezifika haben die Einrichtungen der FAK e.V. die Möglichkeit, Probleme aber auch Fähigkeiten der Bewohner individuell einzuschätzen und so die Pflege sinnvoll zu planen. Damit ist das Modell als ein wichtiges Hilfsmittel im Pflegeprozeß zu sehen.

Das AEDL-Strukturmodell ist als Instrument, zur Erfassung und Zuordnung von Daten vor allem in der Pflegeprozessdokumentation konzipiert worden.

Es gliedert sich in folgende Bereiche:

Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL)

Kommunizieren können:  – Wahrnehmungsfähigkeit, Ausdruck von Gefühlen, Gestik, emotionale Bedürfnisse, Sprache, Schreiben, Mimik, Hören, Sehen, Erinnern, Konzentration

Sich bewegen können: – aktive und passive Kontrakturenprophylaxe, Gehen, Lagerung, Gleichgewicht, Gleichgewichtsstörungen

Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten können: - Vitalzeichen, Blutdruck, Blutzucker, Atemfähigkeit, Wärmeregulation

Sich pflegen können: – Körperpflege, Hautzustand, Hautschäden

Essen und trinken können: – Kostformen, Bedürfnisse, Zubereitung

Ausscheiden können: – Obstipation, Diarrhoe, kontinent, inkontinent, Toilettentraining

Sich kleiden können: – bevorzugte Kleidung

Ruhen und schlafen können: – Schlafgewohnheiten, Schlafstörungen, Schlafrhythmus

Sich beschäftigen können: – Tagesgestaltung, Hobbys, Selbständige Aktivitäten

Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten können: – Sexualität

Für eine sichere Umgebung sorgen können: – psychische Sicherheit, Orientierungshilfen,

Soziale Bereiche des Lebens sichern können: – Kontakte erhalten, neue Kontakte herstellen

Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können:  – Begleitung in schwierigen Lebenssituationen, Einbeziehung von Familienangehörigen, Sterbebegleitung, besondere Wünsche erfüllen, Distanz und gleichzeitig Vertrauen aufbauen, Offenheit, Ehrlichkeit, Unterstützung und Begleitung der Angehörigen.

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