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Leistungen

Ambulante Pflege – erleichtern Sie sich und Ihren Angehörigen den Alltag

Die Belastungen für Körper und Geist, die auf Sie zukommen, wenn einer Ihrer Liebsten oder Verwandten zum Pflegefall wird, sind enorm. Vor allem dann, wenn Sie nicht über die dafür notwendige Ausbildung verfügen. Vertrauen Sie im Bereich der ambulanten Pflege unserer vertrauensvollen und erfahrenen Einrichtung. Wir nehmen Ihre Last auf unsere Schultern.

 

Leistungen

Die Pflegeversicherung sichert das finanzielle Risiko der Pflegebedürftigkeit ab. Sie soll es dem Pflegebedürftigen ermöglichen, ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Demnach ist die Pflegeversicherung keine Vollversicherung. Sie stellt eine soziale Grundsicherung in Form von unterstützenden Hilfeleistungen dar, die die Eigenleistungen der Versicherten und anderer Träger nicht entbehrlich machen.

Maßgebend dafür, welche Leistungen Pflegebedürftige erhalten, ist der Grad der Hilfebedürftigkeit. Dieser wird vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung festgestellt. Um den unterschiedlichen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat der Gesetzgeber drei Pflegestufen festgelegt. Damit sind auch die Höchstbeträge für die Leistungen durch die Pflegeversicherung festgelegt, die sich in drei Stufen gliedern:

  • Pflegestufe I = erheblich pflegebedürftig
  • Pflegestufe II = schwerpflegebedürftig
  • Pflegestufe III = schwerstpflegebedürftig

 

Das leistet die Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung erbringt Leistungen als Geld- oder Sachleistungen, mit denen die Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung finanziert wird. Eine Kombination von Pflegegeld- und Pflegesachleistung ist möglich. Außerdem werden insbesondere folgende Leistungen zur Verfügung gestellt:

  • Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen
  • Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen
  • Tages- und Nachtpflege
  • Pflegehilfsmittel und technische Hilfen
  • Zuschüsse zur pflegegerechten Gestaltung des Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen

 

Pflegeversicherung - Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) ab 2013

Das Pflegegeld (§ 37 SGB XI)
Pflegestufe ohne eingeschränkte Alltagskompetenz mit eingeschränkter Alltagskompetenz
Pflegestufe 0 kein Anspruch 120 EUR
Pflegestufe I 235 EUR 305 EUR
Pflegestufe II 440 EUR 525 EUR
Pflegestufe III 700 EUR 700 EUR

 

Pflegesachleistungen - Pflegegeld

Der Anspruch auf ambulante Sachleistungbeträge § 36 SGB XI (häusliche Pflegehilfe, Pflegesachleistungen) umfasst je Kalendermonat:
Pflegestufe ohne eingeschränkte Alltagskompetenz mit eingeschränkter Alltagskompetenz
Pflegestufe 0 kein Anspruch bis zu 225 EUR
Pflegestufe I bis zu 450 EUR bis zu 665 EUR
Pflegestufe II bis zu 1.100 EUR bis zu 1.250 EUR
Pflegestufe III bis zu 1.550 EUR bis zu 1.550 EUR

 

Der Anspruch auf ambulante Sachleistungbeträge § 36 SGB XI (häusliche Pflegehilfe, Pflegesachleistungen) umfasst je Kalendermonat: Pflegestufe

 

Eingeschränkter Alltagskompetenz

Die Kriterien zur Feststellung müssen dem Medizinischen Dienst der Krankenkasse eindeutig mit ja oder nein beantwortet werden.

  • 1. Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches (Weglauftendenz)
  • 2. Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen
  • 3. Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen
  • 4. Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennen der Situation
  • 5. Im Zusammenhang mit speziellen Situationen unangebrachtes Verhalten
  • 6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen
  • 7. Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder Angststörung
  • 8. Störungen der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigung des Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben
  • 9. Störung des Tag- und Nacht-Rhythmus
  • 10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren
  • 11. Verkennen von Alltagssituationen und unangemessenes Reagieren in Alltagssituationen
  • 12. Ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten
  • 13. Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit auf Grund einer therapieresistenten Depression

"Eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz liegt vor, wenn im Assessment wenigstens bei zwei Items ein 'Ja' angegeben wird, davon mindestens einmal bei einem Item aus einem der Bereiche 1 bis 9.
Eine in erhöhtem Maße eingeschränkte Alltagskompetenz liegt vor, wenn die für die erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz maßgeblichen Voraussetzungen erfüllt sind und zusätzlich bei mindestens einem weiteren Item aus einem der Bereiche 1, 2, 3, 4, 5, 9 oder 11 ein 'Ja' angegeben wird." Zusätzliche Betreuungsleistungen (§45b SGB XI)

Seit dem 1. Juli 2008 beträgt der Betreuungsbetrag für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz der Pflegestufen 0,1,2 und 3 100 € monatlich (Grundbetrag) bzw. 200 € monatlich (erhöhter Betrag). Betreuungsbedürftige der so genannten "Pflegestufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz haben ebenfalls einen Anspruch auf diese zusätzliche Betreuungsleistung." (BMG a) "Die im Verlaufe eines Kalenderjahres nicht in Anspruch genommenen Beträge können in das nächste Kalenderhalbjahr übertragen werden." (BMG b) Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen.

 

Leistungen bei Verhinderung der Pflegeperson

Je Kalenderjahr für längstens vier Wochen (Kostenübernahme bis maximal 1.550,00 Euro) bei Hilfe durch erwerbsmäßig pflegende Person.

 

Wartezeiten

Jeder Versicherte hat Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung, wenn er vor Antragstellung mindestens zwei Jahre in einer Pflegekasse versichert war.

 

Pflegestufen

Die Pflegebedürftigkeit wird – je nach Intensität des Aufwandes – drei Pflegestufen zugeordnet. Bei den einzelnen Pflegetätigkeiten bedient man sich der täglichen Aktivitäten einer Person. Tätigkeiten wie die Körperpflege, Ernährung und Mobilität werden zur Grundpflege gerechnet:

Körperpflege: Dazu gehören Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm- und Blasenentleerung.

Ernährung: Dieser Bereich umfasst das mundgerechte Zubereiten der Nahrung sowie die Unterstützung beim Essen und Trinken.

Mobilität: Hierunter fällt die Fortbewegung in der Wohnung, also jede Hilfe beim Gehen, Stehen, Treppensteigen, Aufstehen, Zubettgehen, An- und Auskleiden und beim Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung.

Hauswirtschaftliche Versorgung: Sie betrifft das Einkaufen, Kochen, Spülen, Saubermachen der Wohnung sowie das Wechseln und Waschen von Wäsche und Kleidung, ferner das Beheizen der Wohnung.

Für die Einstufung in die drei Pflegestufen ist es auch wichtig zu schauen, wie viel Zeit für die Grundpflege aufgewendet wird. Hier eine Übersicht:

Pflegestufe Täglicher Hilfebedarf Davon für Grundpflege ... ... und im Haushalt
Stufe I erheblich pflegebedürftig 90 Minuten mehr als 45 Minuten mehrfach in der Woche
Stufe II schwer-pflegebedürftig 3 Stunden mind. 2 Stunden, dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten mehrfach in der Woche
Stufe III schwerst-pflegebedürftig 5 Stunden mind. 4 Stunden, rund um die Uhr mehrfach in der Woche

 

Die Härtefallregelung

Die Voraussetzungen für die Pflegestufe III sind erfüllt? Und darüber hinaus besteht noch ein außergewöhnlich hoher Pflegebedarf? Dann kann ein Antrag auf höhere Leistungen gestellt werden. Für diese Härtefallregelung muss eine der beiden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Hilfe bei der Grundpflege umfasst mindestens 6 Stunden täglich, davon mindestens dreimal in der Nacht (zwischen 22 und 6 Uhr)
  • Die Grundpflege kann nachts nur von mehreren Pflegekräften zusammen erbracht werden.
  • Eine weitere Voraussetzung ist, dass Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung nötig ist.
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      Auf die Pflegestufe kommt es an

      Die Leistungen der Pflegeversicherung richten sich nach der ermittelten Pflegestufe. Neben Pflegegeld und -sachleistungen können auch Kombinationen aus beiden in Anspruch genommen werden. Hinzu kommen gegebenenfalls Leistungen für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes oder für Hilfsmittel. In der Übersicht finden Sie die Höchstbeträge für Pflegeleistungen.

       

      Unser Info-Tipp

      Weitere Informationen zum Thema „Pflegeversicherung" bekommen Sie hier. Auch die gesetzliche Rentenversicherung ist fortwährend in der Diskussion. Wenn Sie durch Arbeitslosigkeit, Pflegebedürftigkeit oder durch persönliche Schicksalsschläge in eine missliche Lage geraten, hält unser Gemeinwesen eine weitere Hilfsmöglichkeit bereit: die Sozialhilfe: Scheuen Sie sich nicht von dieser Hilfe Gebrauch zu machen. Das Recht auf eine eigene Wohnung wird auch durch geringe Einkommen nicht aufgehoben. Es wird unterstützt durch die Gewährung von Wohngeld.

      Zur weiteren Information wird der Besuch des KDA - Kuratorium Deutscher Altershilfe empfohlen. Falls unsere Ausführungen Ihr Interesse wecken, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

       

      Antrag stellen

      Wir helfen Ihnen bei der Antragstellung.

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